Alles rund um unsere römische Fundmünze!

 

Erfahren Sie hier alles Wissenswerte zu unserer Fundmünze und schauen Sie sich auch Fotographien der Münze an.
Der Wein, den wir dieser Münze gewidmet haben, finden Sie in unserer Weinliste unter der Nummer 18.

Detailaufnahmen der Münze:                             

Vorderseite Rückseite

Details zur Münze:

Diese Kupfermünze wurde 71 n. Chr. im 3. Konsulat von Kaiser Vespasian geprägt.
Man nannte eine solche Kupfermünze damals „As“, sie war die Münze mit dem
geringsten Wert. Ein Sextarius (0,55 l Wein) kostete zur damaligen Zeit etwa 2 Asse.
Die Inschrift auf der Römermünze  besteht aus Abkürzungen und kann durch folgende
Wörter interpretiert werden:

Vorderseite:  IMP(erator) CAESAR VESPASIAN  AUG(ustus) CO(n)S(ulatus) III
                     Kaiser Vespasian, der Erhabene, im 3. Konsulat
Rückseite:    AEQUITAS AUGUSTI  S(enatus) C(onsulto) 
                     Legitimation durch Senatsbeschluss

 

Geschichtlicher Hintergrund:

Caesar Vespasianus Augustus (ursprünglich: Titus Flavius Vespasianus) war römischer
Kaiser von 69 - 79 n. Chr. Während seiner zehnjährigen Herrschaft gelang es ihm,
das Reich sowohl politisch als auch finanziell zu stabilisieren. Er galt und gilt als einer der
bedeutendsten Kaiser und wird in diesem Zusammenhang mit Augustus und Trajan in
eine Reihe gestellt. Während der Herrschaft Vespasians wurde auch die Romanisierung
auf der linken Rheinseite vorangetrieben. Er verteilte die Truppen neu auf das besetzte
Gebiet von Bonn bis zur Donau und verstärkte auch das Kastell in Mogontiacum (Mainz).
Unter Vespasian wurde auch der erste limites (Grenzwall) in der Nähe des Rheins errichtet.
Im Zuge dieser eher defensiven Politik entstanden auch kleine Lager entlang des Rheins.

 

Fundort:

Die Kupfermünze wurde vor etwa 30 Jahren von Klaus Reck auf seinem Acker in Richtung Lörzweiler,
also im nordöstlichen Teil der Mommenheimer Gemarkung gefunden. Jahrelang wurde sie in
Hosentasche und Geldbörse ganz unmerklich aufpoliert bis die Zeichen und Buchstaben zu
erkennen waren. Sowohl der gute Erhaltungszustand als auch ihr Alter machen die Münze zur
bisher bedeutendsten und schönsten antiken Münze, die in Mommenheim gefunden wurde. 
Im Jahr 2010, zu unserem Hoffest, kam man mit dem Numismatiker Herrn Ludwig Kranz,
der heute erster Vorsitzender des Mommenheimer Geschichtsverein „Historia“ ist, ins
Gespräch. Herr Kranz zeigte sofort Interesse an dieser Münze und bat darum sie ihm zur
näheren  Auswertung zur Verfügung zu stellen. Somit kam dieser außergewöhnliche Fund zur
Landesarchäologie nach Mainz und wurde dort wissenschaftlich ausgewertet und katalogisiert.